Trio Smart Atemtest H2S SIBO
Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung können viele verschiedene Ursachen haben. Bei Verdacht auf eine bakterielle oder methanogene Überwucherung des Darms kann ein Atemtest wichtige Hinweise liefern.
Klassische SIBO-Atemtests messen meist Wasserstoff und Methan. Der Trio-Smart™ Atemtest geht einen Schritt weiter: Er misst zusätzlich Schwefelwasserstoff (H₂S).
Damit können drei relevante Gase gleichzeitig untersucht werden: Wasserstoff, Methan und Schwefelwasserstoff. Genau diese dritte Messgröße ist besonders interessant, wenn Beschwerden bestehen, ein herkömmlicher Atemtest jedoch keine eindeutige Erklärung liefert.
Bisher konnten wir den Trio Smart Atemgastest nur sehr umständlich über die USA beziehen. Nun gibt es die Möglichkeit für Therapeuten, den Test für ihre Patienten über England zu bestellen.
Der Trio Smart Test kann über mich bei COLAB Labs bezogen werden
Was ist der Trio-Smart™ Atemtest?
Trio-Smart™ ist ein Atemtest, der die drei wichtigsten fermentativen Gase im Darm untersucht:
- Wasserstoff (H2)
- Methan (CH4)
- Schwefelwasserstoff (H2S)
Wasserstoff wird unter anderem von Bakterien bei der Fermentation von Kohlenhydraten gebildet. Methan entsteht durch methanbildende Mikroorganismen, die Wasserstoff verbrauchen. Schwefelwasserstoff wiederum wird von bestimmten schwefelreduzierenden Mikroorganismen gebildet.
Diese Zusammenhänge sind wichtig, weil die Gase miteinander interagieren können. Wird beispielsweise viel Wasserstoff von anderen Mikroorganismen verbraucht, kann ein reiner Wasserstofftest ein weniger eindeutiges Bild ergeben. Ein Test, der mehrere Gase gleichzeitig misst, kann deshalb zusätzliche Informationen liefern.
Was hat H₂S mit SIBO zu tun?
Schwefelwasserstoff (H₂S) entsteht sowohl im menschlichen Körper als auch durch die Aktivität von Mikroorganismen im Darm. Der menschliche Organismus kann H₂S selbst aus schwefelhaltigen Aminosäuren bilden. H₂S wirkt dabei unter anderem als körpereigener Botenstoff und ist an verschiedenen physiologischen Prozessen beteiligt.
Auch die Darmmikrobiota produziert H₂S. Dabei entsteht das Gas unter anderem bei der Verstoffwechselung schwefelhaltiger Verbindungen. Die Bildung von H₂S im Darm ist grundsätzlich ein normaler physiologischer Prozess. Problematisch kann eine übermäßige H₂S-Produktion beziehungsweise eine erhöhte lokale Konzentration sein, da H₂S in höheren Konzentrationen toxische und zellschädigende Wirkungen entfalten kann.
Welche Symptome können bei erhöhter H₂S-Produktion auftreten?
Die Beschwerden bei einer möglichen erhöhten H₂S-Produktion können sehr unterschiedlich sein. Neben den typischen Magen-Darm-Beschwerden berichten manche Betroffene über ein ausgeprägtes allgemeines Krankheitsgefühl. Sie beschreiben beispielsweise, dass sie sich plötzlich oder dauerhaft „wie vergiftet“, stark krank, erschöpft oder insgesamt sehr schlecht fühlen.
Viele Symptome überschneiden sich mit den Symptomen von Wasserstoff oder Methan, besonders fallen auf:
- starker Durchfall oder sehr weicher Stuhl, auch im Wechsel mit Verstopfung
- starker Stuhldrang
- Geruch nach Faulen Eiern
- Schlechter Geschmack im Mund
- Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe
- Übelkeit
- ausgeprägte Müdigkeit und Erschöpfung
- allgemeines Krankheitsgefühl, das Gefühl, sich „vergiftet“ zu fühlen
- Konzentrationsprobleme und „Brain Fog“
- die Symptome verstärken sich oft bei schwefelhaltiger Ernährung
Besonders gut untersucht ist der Zusammenhang zwischen H₂S und Durchfall. Höhere H₂S-Werte im Atemtest wurden mit Durchfall und insbesondere mit einer stärkeren Ausprägung von Durchfallsymptomen in Verbindung gebracht.
Da diese Beschwerden unspezifisch sind, können sie auch bei vielen anderen Erkrankungen und Störungen des Magen-Darm-Traktes auftreten. Die Symptome allein können daher keine H₂S-bedingte Problematik bestätigen. Eine entsprechende Diagnostik sollte immer im Gesamtzusammenhang betrachtet werden.
